Blockade erfolgreich

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Blockade erfogreich

Am 23.08.2014 blockierten über tausend Antifaschisten eine Kundgebung der Partei „Die Rechte“ in Dortmund (Link: http://www.blockado.info/).

Die Neonazis hatten zu dieser Kundgebung aufgerufen um gegen das Verbot ihres militanten Kameradschaft ( „Nationaler Widerstand Dortmund“) zu protestieren und polemisierten zudem gegen Schwule, Migranten und Linke. Ihre auf Transparenten verkündete Absicht  den §175 wieder einrühren zu wollen, war eindeutig gegen die CSD Veranstaltung, die 600 Meter entfernt stattfand, gerichtet. Nicht nur in diesem Punkt zeigte sich, dass die Nazis Probleme mit einer bunten Gesellschaft haben und in ihrem dumpfen Denken unentrinnbar gefangen sind. Ihre Rede im Duktus von Hitler und Goebbels, bis hin zu deren Sprachbildern und Sprechweise, wirkte lächerlich, wenn nicht der Inhalt ihrer Ansprachen getränkt wären von einem aggressiven Grundton gegen eine offene und demokratische Gesellschaft. Ihre Rede vom „sozialen Nationalismus“ , von Volksgenossen, Machtphantasien nach der Machtübernahme, etc. zeigt welches Geistes Kind die Neonazis sind.

Es gelang den geplanten Kundgebungsort der Nazis  an den Katharinentreppen zu blockieren. Am Fuße der Katharinentreppe fand zudem eine Kundgebung von Gewerkschaften, SPD, Grüne, FDP etc. statt, die gestartet am Veranstaltungsort des CSD den bürgerlichen Teil der Antinazibewegung in Dortmund ausmacht. Kein Fußbreit den Faschisten sollte aber auch bedeuten, dass den Polizeikräften eindeutigere Instruktionen gegeben werden zur Verhinderung von Straftaten der Neonazis. Die in einem Beitrag des WDR erwähnten Festnahmen passierten aber nur auf der Seite der Antifa. Die Nazis, die mit dem Schmeißen von Gegenständen anfingen und zudem Gegendemonstranten und Fotoreporter körperlich Angriffen, blieben vom polizeilichen Zugriff verschont.  Ein Bericht vom abermaligen Versagen des Dortmunder Polizeipräsidenten ist bei den Ruhrbaronen zu finden.

Wenn es auch wenige Neonazis waren, die da ihre Parolen durch Dortmund trugen, heißt es wachsam zu bleiben und in breiten Bündnissen gegen diese geistigen Brandstifter solidarisch zu protestieren.

Ein Verbot der Partei „Die Rechte“ sollte auf die politische Agenda. Denn deren politische (Hass-) Parolen haben nicht zu tun mit einer demokratischen Meinungsvielfalt, sondern sind zutiefst menschenverachtend und hetzerisch. Dafür sollte kein Platz sein und erinnert an die Erkenntnis der Antifaschisten aus der Schreckensherrschaft der Nazis, wo es hieß und heißt, Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

re.